Wie wird man Produktmanager:in?

Ich lese und höre oft die Frage. „Wie wird man Produktmanager?“ Das ist eine interessante Frage, weil sie nicht eindeutig zu beantworten ist und auch auf unterschiedliche Art und Weise verstanden werden kann. Einerseits kann nach einer typischen Ausbildung gefragt werden. Andererseits kann die Frage sich eher auf die berufliche Laufbahn beziehen oder auch auf persönliche Voraussetzungen.

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Da ich die Frage „Wie werde ich Produktmanager?“ auf diese verschiedenen Arten verstehe, werde ich sie auch unter diesen Aspekten beantworten. Dabei beziehe ich mich auf die Rolle einer Produktmanagerin oder eines Produktmanagers im Tech-Bereich, vor allem in Bezug auf die Entwicklung von Software-Produkten. Zusätzlich möchte ich die Frage um ein wichtiges Wort ergänzen, und zwar um das Wort „gut“ (oder „effektiv“, „glücklich“, „hilfreich“, „herausragend“).

Also hier kommt meine Antwort auf die Frage: „Wie werde ich eine gute Produktmanager:in?“ in Bezug auf Ausbildung, berufliche Laufbahn und persönliche Voraussetzungen.

Ausbildung für gute Produktmanager

In meiner Laufbahn habe ich viele gute Produktmanager:innen und Produktmanager kennengelernt und die meisten von Ihnen hatten entweder eine technische Ausbildung oder eine Ausbildung im relevanten Business. Damit meine ich die Branche, in der sie als Produktmanager:in eine Software betreuen. Meistens haben sie sich dann das jeweilige andere Feld mit viel Offenheit, Neugier und Engagement – und hoher Frustrationstoleranz – selbst angeeignet. Also jemand, der eine fachliche Ausbildung hatte, hat sich soweit wie nötig das Verständnis von Softwareentwicklung und dem Aufbau und dem Datenmodell der jeweiligen Software angeeignet. Jemand, der die technische Ausbildung hatte, hat sich das Branchenwissen angeeignet. Immer mehr Personen starten direkt als Produktmanager:in in ihrem ersten Job. Oft haben diese Personen eine Ausbildung in interdisziplinären Bereichen wie Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Berufliche Laufbahn für gute Produktmanagerinnen

Nach dem ersten Job als guter Produktmanager ist es einfacher, auch für ein anderes Produkt als Produktmanager:in zu arbeiten, auch wenn das Branchen-Wissen neu erlernt werden muss, wenn es sich um einen ganz anderen inhaltlichen Bereich handelt und auch technisch viele Unterschiede vorhanden sein können. Die innere Struktur „So arbeite ich als PM“ ist dann schon vorhanden. Das ist eine wichtige Ressource. Doch wie komme ich zu meinem ersten Job als Produktmanagerin? Manchmal wechseln Personen aus anderen Positionen in einem Unternehmen in die Rolle des PM, z.B. aus der Entwicklung, Testing oder Kundenberatung. Bei einem Wechsel des Unternehmens kann aus einer Projektmanagerin eine Produktmanagerin werden. Wichtig ist es, sich dann entsprechende Skills anzueignen, denn Produktmanager:innen denken anders als Projektmanager:innen. Dabei hilft beispielsweise der Workshop SysPM – Basic oder auch meine eBooks. Auch das Buch „Inspired“(Werbelink) von Marty Cagan ist sehr gut geeignet.

Produktmanager werden

Persönlichkeit eines guten Produktmanagers

Die persönlichen Voraussetzungen sind für eine gute Produktmanagerin vielfältig. Wie schon erwähnt brauchen Produktmanager:innen technisches Verständnis für die Software und das nötige Branchenwissen, um ihre Kund:innen zu verstehen. Das kann sich nach und nach weiterentwickeln. Damit dies möglich ist, brauchen PM vor allem Neugier, ein offenes Mindset, Liebe zu sich selbst und anderen Menschen (Team, Kund:innen, andere Stakeholder) und eine hohe Frustrationstoleranz. Die berühmten Soft-Skills werden für Produktmanager:innen zu Hard-Skills, ohne die es schwer funktioniert. Produkte entstehen in sozialen Systemen und auf den Schultern des PM lastet mitunter enormer Druck. Es ist wichtig, sich selbst führen und motivieren zu können. Mehr noch: Es benötigt die Fähigkeit, Visionen zu entwickeln und zu vermitteln. Damit meine ich nicht, andere von den eigenen Zielen zu überzeugen, sondern so sehr in Beziehung zu stehen, dass gemeinsame Ziele entwickelt werden können – immer in direktem Bezug auf die wichtigen Geschäftsprobleme. Es braucht unbedingt die Fähigkeit, zu fokussieren und gleichzeitig offen zu sein für Möglichkeiten und Gelegenheiten. Weiterhin braucht es die Fähigkeit, unsichtbare Hindernisse innerhalb des sozialen Gefüges „Team“ zu erkennen und zu adressieren. Was, wenn ein Teammitglied Ziele hat, die mit dem Produkt-Ziel konkurrieren. Wenn dies nicht gesehen wird, kann es für alle beteiligten schwer werden, das Produktziel zu erreichen. Ein Team-Coach ist nicht immer zur Stelle, um sich um diese Probleme zu kümmern und verantwortlich ist am Ende der oder die PM. SysPM kann helfen, diese wichtigen Fähigkeiten zu entwickeln und auszubauen.

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