Das Modell der Logischen Ebenen

Ein Thema existiert laut Robert Dilts in unserem Erleben auf sieben Ebenen (O’Connor, 2015). Wie die Maslowsche Pyramide sind diese Ebenen hierarchisch (wie eine Pyramide) strukturiert, so dass es eine unterste Schicht gibt und die weiteren Schichten aufeinander aufbauen. Er nannte dieses Modell die Logischen Ebenen. Die einzelnen logischen Ebenen sind (aufsteigend): Umgebung, Verhalten, Fähigkeiten, Werte, Identität, Zugehörigkeit und Sinn.

Bezogen auf Ziele können Fragen nach den logischen Ebenen die unterschiedlichen Aspekte eines Ziels ausdifferenzieren. Dies hilft dabei, festzustellen, wo genau mögliche Hindernisse liegen oder hilft dabei, von Anfang an Klarheit über Erwartungen zu erlangen.

Übung/Workshop-Format: Die Logische Ebenen des Produkt-Ziels

Diese Übung schafft Klarheit über ein Vorhaben oder ein Ziel und motiviert das Team, in den Zielzustand zu kommen. Es handelt sich um ein einfaches Format, das dazu dient, sich die verschiedenen Aspekte eines Ziels auf den logischen Ebenen nach Dilts klar zu machen und zu prüfen. Hier werden (Produkt-) Ziele differenziert betrachtet und neue Aspekte werden deutlich. Die Übung kann im Team oder zur Selbstreflektion durchgeführt werden.

  1. (Produkt-)Ziel benennen und terminieren
  2. Den Zielzustand einnehmen: Als-ob-Rahmen (O’Connor, 2015): „Als ob wir die Kundin sind, die jetzt das benannte Produkt verwendet.“
  3. VAKOG fragen durch die logischen Ebenen:
    1. Umgebung: Wo bist du? Was siehst du? Was hörst du?
    2. Verhalten: Was tust du?
    3. Fähigkeiten: Welche Fähigkeiten hast du entwickelt?
    4. Werte: Wovon bist du überzeugt? Was ist dir wichtig?
    5. Identität: Wer bist du dann? Als wer bist du dann unterwegs?
    6. Zugehörigkeit: Für wen hat es Auswirkungen? Welche? Zu wem gehörst du dann (nicht mehr)?
    7. Sinn: Wozu ist das Ganze wichtig? Was erfüllt dir das?
    8. Die Antworten im Team besprechen und mögliche Tasks ableiten. Dies kann auch einfach ein weiterer Termin sein, um ein identifiziertes Thema zu besprechen.

Verwendung als Interview-Schablone in der Product Discovery:

Alternativ kann die Übung während der Product Discovery in einem Interview mit User:innen durchgeführt werden, um eine differenzierte Erwartung an das Produkt zu erfragen. Diese sollen dann so antworten „als ob sie das genannte, fertige Produkt verwenden“.

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